Buchmessen sind das A & O für den angehenden Autor. Gespräche und Kontakte, Adressen und Informationen, Lesungen und anderes … es ist für jede und jeden etwas dabei.
Für Literatur-Interessierte sind sie ein wahres Paradies. Es handelt sich um ein regelmäßig stattfindende Veranstaltung, auf denen Verlage Neuerscheinungen präsentieren; dabei muss es sich nicht zwangsläufig nur um Bücher handeln – auch Comics, Hörbücher oder Online-Produkte zählen zum Angebot. Deutschlandweit gibt es einige berühmte Messen. Da das Buch auf der ganzen Welt ein wichtiges Medium darstellt, wird man auch weltweit fündig. Taucht ein in die Welt der Bücher und erfahrt alles Wissenswerte rund um die Buchmesse.
Lasst Euch Zeit, nutzt die Angebote in den Workshops und Info-Veranstaltungen der Verlage.
Zitiert nach: http://www.paradisi.de
Wichtig: Rechtzeitig buchen!

Die beiden wichtigsten Buchmessen in Deutschland sind die Leipziger Buchmesse im Frühjahr
https://www.leipziger-buchmesse.de/

und die Frankfurter Buchmesse im Herbst.
https://www.frankfurter-buchmesse.de/


Aber auch andere größere und kleiner Städte haben derlei Veranstaltungen , die Ihr unter folgendem Link findet: https://www.messeninfo.de


Ergänzt wird das durch regionale Veranstaltungen rund um das Buch (siehe dort).

Tipps und Tricks

Meine Erfahrungen mit Buchmessen habe ich in Form einer (fiktiven) Kurzgeschichte literarisch aufgearbeitet.

Foto: Wolfgang Roth

Schriftstellers Traum

Ich schlendere an den Ständen der Buchmesse entlang und bleibe bei einem renommierten Verlag hängen.
„Guten Morgen“, sage ich gut gelaunt, „ich suche einen Verlag.“
„Wofür.“
„Ich habe ein Buch geschrieben.“
„Da gibt es viele.“
„Ja, aber mein Buch ist etwas ganz besonderes.“
„Das sagen alle“.
„Nein wirklich. Es wird ein Bestseller!“
„Das sagen alle.“
„Können Sie auch etwas anderes sagen?“
„Das fragen alle … alle … alle … .“

Eilig kommt ein Mitarbeiter heran und drückt einen Knopf hinter seinem Ohr. „Entschuldigen Sie, er bleibt manchmal hängen. Aber was wollen sie eigentlich hier?“
„Ich suche einen Verlag.“
„Wofür.“
„Ich habe ein Buch geschrieben.“
„Das sagen alle.“
Entnervt haue ich auf den Tisch.
Aufgeschreckt kommen die Mitarbeiter des Verlages nach vorne und fragen: „Was ist denn hier los?“
Der Roboter sagt: „Er hat ein Buch geschrieben.“

Die Mitarbeiter singen im Chor.
Er hat ein Buch geschrieben.
Ach, wär er doch geblieben,
in seinen Wänden,
vor seinen Bänden.

Er sei Autor,
kommt sich so vor,
das sagen alle,
in dieser Halle.

Sucht ‘nen Verlag,
sucht Tag für Tag,
mit Eifer immer,
wird immer schlimmer.

Es gibt so viele,
in Deinem Stile,
komme lass es bleiben,
hör auf zu schreiben.

Ich ergreife die Flucht!
Begleitet werde ich von Scharen meiner Leidensgenossinnen und Leidensgenossen, die alle vor sich hin murmeln: Ich hab‘ ein Buch geschrieben, was ist davon geblieben. Ich hab‘ ein Buch geschrieben …

Ich schrecke auf und schaue mich um. Ich sitze an meinem Schreibtisch. Auf dem Schreibtisch steht die halbleere Flasche Rotwein; rechts von mir das Paket mit den frisch gedruckten Büchern. Vor mir liegt ein Buch, mein Buch, mein Erstling.
Ja, es ist wahr: Ich habe ein Buch geschrieben.

© 2020 Wolfgang Roth

Weitere Kurzgeschichten von mir findet Ihr hier: Meine Kurzgeschichten

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